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📱 Wissenswertes für Influencer und Content-Creators

By 5. November 2025Steuerrecht

Immer mehr Menschen verdienen mit Inhalten auf Social-Media-Plattformen wie Instagram, TikTok, YouTube oder Twitch Geld.
Ob durch Werbekooperationen, Produktplatzierungen, Affiliate-Links, Merchandise-Verkäufe oder Spenden von Followern – all diese Einnahmen können steuerpflichtig sein.

Um für mehr Klarheit und Rechtssicherheit zu sorgen, hat die Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen nun eine zentrale Informationsseite für Influencer und Content-Creators veröffentlicht:
👉 www.finanzamt.nrw.de/influencer

💡 Überblick: Steuerliche Pflichten für Influencer

Die neue Plattform bündelt alle wichtigen Informationen rund um das Thema Steuern in der Creator-Branche.
Im Mittelpunkt steht dabei die Umsatzsteuer, doch auch Einkommensteuer, Gewerbesteuer und die verschiedenen Einnahmearten werden übersichtlich erklärt.

Zu den typischen Einnahmequellen zählen:

  • Sponsorings und Werbepartnerschaften,

  • Produktplatzierungen,

  • Affiliate-Marketing,

  • Verkauf von Merchandise-Artikeln,

  • und Preisgelder oder Spenden von Followern.

Alle diese Einnahmen können steuerlich relevant sein – unabhängig davon, ob der Creator hauptberuflich oder nebenbei tätig ist.


⚖️ Die Kleinunternehmerregelung

Eine wichtige Ausnahme betrifft die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG.
Sie gilt, wenn:

  • der Umsatz im Vorjahr höchstens 25.000 € betrug und

  • im laufenden Jahr 100.000 € nicht überschreitet.

Wer innerhalb dieser Grenzen bleibt, gilt nicht als umsatzsteuerpflichtig.
Das bedeutet konkret:

  • kein Ausweis von Umsatzsteuer auf Rechnungen,

  • keine Umsatzsteuer-Voranmeldungen und

  • keine Umsatzsteuerjahreserklärung.


🧾 Praxisnahe Informationen und Hilfen

Die neue Informationsseite der Finanzverwaltung bietet:

  • kompakte Texte und Erklärvideos,

  • weiterführende Links zu steuerlichen Themen,

  • und praktische Tipps zur Zusammenarbeit mit dem Finanzamt.

Das Angebot richtet sich sowohl an Einsteigerinnen und Einsteiger als auch an etablierte Content-Creators.


Ziel ist es, die Branche frühzeitig zu unterstützen, Steuerfallen zu vermeiden und einen rechtssicheren Karriereweg zu ermöglichen.

Quelle : Das Aktuelle aus Steuern und Wirtschaft, Ausgabe November 2025